Dr.  Albert Hellmeier

Tierarzt - Homöopathie

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Katzenschnupfen

Katzenschnupfen ist eine unglückliche Sammelbezeichnung für ansteckende Erkrankungen der Atemwege zusammen mit den Schleimhäuten der Augen, der Nase und der Mundhöhle der Katze. Der bessere Ausdruck wäre eigentlich „Katzengrippe“, weil die Erkrankung i.d.R. nicht mit einem banalen Schnupfen, sondern eher mit einer schweren Grippe zu vergleichen ist.

Beteiligte Erreger sind verschiedene Viren (Herpes- und Caliciviren) sowie Bakterien (Chlamydien, Bordetellen, Mykoplasmen, Bartonellen). Auch Fremdkörper (z.B. Grashalme), Asthma, Allergien oder Tumore können unter Umständen ähnliche Krankheitsbilder verursachen.

Katzenschnupfen.jpgDie Symptome reichen von harmlosem Niesen mit klarem Nasenausfluss bis hin zu schwersten Verlaufsformen mit tödlichem Ausgang. Im Verlauf der Erkrankung kann es zu Fieber, Niesen, Nasenausfluss, Stirnhöhlenentzündung, Bindehautentzündung, Hornhautentzündung und Hornhautgeschwüren, Entzündung der Iris (Regenbogenhaut), Verklebungen der Iris mit der Hornhaut, Schwellung der Lymphknoten am Kopf, Geschwüren im Mund, Gelenksschmerzen, Muskelschmerzen, großer körperlicher Schwäche, Lungenentzündung und sogar zum Tod kommen.

Impfungen gegen den Katzenschnupfen sind Routine. Aber die Impfung schützt gegen die Caliciviren nur sehr unzureichend und gegen die Entwicklung eines latenten Trägerstadiums der Herpesviren gar nicht. Eine Impfung gegen Mykoplasmen gibt es noch nicht, obwohl sie anscheinend relativ häufig auftreten. Chlamydien und Bordetellen sind eher selten, eine Impfung aber ist möglich.
Deshalb erscheint mir die Impfung gegen den Katzenschnupfen insgesamt wenig sinnvoll, auch weil immer eine Schwäche des Immunsystems vorliegt. Nur deshalb kann es überhaupt zum Ausbruch der Erkrankung kommen.

Die Therapie muss deshalb neben dem gezielten Einsatz von Antibiotika immer eine Stimulation des Immunsystems mit homöopathischen Medikamenten beinhalten. Eine begleitende Behandlung der Augen und der Nase ist empfehlenswert. Viel wichtiger aber noch ist das intensive „Sich-Kümmern“ um die kleinen Patienten, sie genesen dann überhaupt erst oder zumindest wesentlich schneller, wie Studien gezeigt haben.

(Die Daten stammen zum Teil aus der Info 11/2006 Laboklin aktuell, Bad Kissingen)

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Samstag 25 Januar, 2020

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